Bildschirme für Spieler: 2 Preisklassen

Veröffentlicht: April 22, 2014 in Bildschirme

Im Grunde ist der Kauf eines neuen Gaming Monitors recht einfach, weil es im Prinzip nur zwei Preisklassen gibt, die für Spieler am Ende des Tages wirklich interessant sind: Die Preisklasse von 150 bis 200 Euro sowie die Preisklasse von 300 bis 500 Euro. Für eine dieser beiden Preisklassen solltet Ihr Euch entscheiden, wofür Ihr aber natürlich eines kennen müsst, nämlich die Unterschiede, die zwischen den beiden doch recht weit voneinander entfernten Gruppen existieren. Für wen lohnt sich die erste und für wen die zweite der genannten Kategorien – und warum? Hier ein kleiner und hoffentlich sehr aufschlussreicher Überblick!

Bildschirm für PC Spiele Beispiel

Preiswert, aber gut

Grundsätzlich bringt ein Gaming Monitor, der sich im Preisbereich von 150 bis 200 Euro bewegt, sämtliche Features mit sich, die ein Spieler für den normalen 2D-Betrieb benötigt: Brillante Farben, toller Kontrast, ein breiter Blickwinkel, niedriges Input Lag, angenehme Ergonomie, zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und noch vieles mehr – eben alles, was zu einem guten Bildschirm dazu gehört.

Natürlich ist der Preis letzten Endes aber neben den Features auch von der Größe des Bildschirms abhängig, die in der Regel in der Bildschirmdiagonale gemessen und in Zoll angegeben wird, was sich aber recht einfach umrechnen lässt.

Derzeit sind Bildschirme mit einer Diagonale von 23 oder 24 Zoll Option Nummer eins, sie stellen gewissermaßen den Standard dar, den man beim Einkauf – egal ob online oder in klassischen Läden – findet. Zoll ist nichts anderes als ein anderes Wort für Inch, der 2,54 cm beträgt. Wenn Ihr die Diagonale in Zentimetern heraus finden wollt, müsst Ihr den Wert also nur in etwa mit 2,5 multiplizieren, bei 24 Zoll sind das also gut 60 Zentimeter.

Wie groß dein Monitor sein sollte, hängt aber natürlich nicht in erster Linie von dem gängigen Standard oder den Preisen ab, sondern davon, was auf deinen Schreibtisch passt und wie groß der Sitzabstand zwischen Dir und dem Bildschirm ist.

Hier gelten etwas andere Werte als bei Fernsehern, aufgrund der recht geringen Pixeldichte typischer Monitore sollte der Abstand aber auf keinen Fall zu klein sein, da sonst die anfangs erwähnte Brillanz des TV-Bildes schlichtweg nicht erreicht werden kann, wenn Du in der Lage bist, jeden einzelnen Pixel zu zählen.

Als grobe Faustregel kann das 1,5-fache der Bildschirmdiagonale als optimaler Sitzabstand gelten, bei einem 24 Zoll Monitor sind das also etwa 90 Zentimeter.

Darüber hinaus ist natürlich ein 16:9-Monitor mit Full HD Auflösung heute Pflicht, auch in dem Bereich bis 200 Euro.

Teuer, aber besser?

Was unterscheidet die Preisklasse von 300 bis 500 Euro nun von den zuvor erwähnten Modellen? Sind es Bonus-Features, die das Bild beim Spielen besser machen, ein niedrigeres Input Lag, das schnellere Reaktionen ermöglicht?

Die Antwortet lautet nein, denn auch wenn Hersteller gerne mit solchen Features angeben mögen, so ist deren Funktion in der Realität doch umstritten bis kaum zu verspüren.

Tatsächlich ist der wichtigste Unterschied – und der einzige Grund, mehr als 200 Euro für eine normale Größe auszugeben – die Möglichkeit des 3D Gamings: Wer seine Spiele mit Hilfe einer 3D Brille tatsächlich dreidimensional sehen möchte, der benötigt einen Gaming Monitor mit 120 bis 144 Hz Bildwiederholfrequenz, so dass jedes Auge mit mindestens 60 Hz angesteuert werden kann.

Diese Technologie ist noch recht teuer, was den höheren Preis dieser Displays erklärt. Bonus-Features, die unter anderem die Schärfe erhöhen und Farben besser sichtbar machen wollen, sollen meistens nur darüber hinwegtäuschen, dass eben jedes 3D-Feature der einzige echte Grund für den höheren Preis ist.

Letzten Endes liegt es daher allein an dieser Frage, ob Du zu einem 200- oder 500-Euro-Gerät greifen willst: Möchtest Du das 3D-Feature nutzen, dann hast Du keine Wahl und musst in den sauren Apfel beißen. Spielst Du überwiegend in 2D kannst Du 300 Euro einsparen und diese vielleicht später in eine VR-Brille investieren – denn für Virtual Reality, was mittelfristig ohnehin die bessere Alternative zum klassischen 3D Gaming darstellen wird, braucht es keinen Monitor mit 120 oder 144 Hz!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s