Wie gut ist Oculus Rift DK2?

Veröffentlicht: August 16, 2014 in Bildschirme

In den vergangenen Wochen konnte ich das DK2 von Oculus Rift testen, um ein paar Vergleiche mit einem aktuellen Gaming Monitor zu ziehen: Ich hatte bereits das DK1 genau unter die Lupe genommen und war damals recht begeistert, sogar die Möglichkeit, dass es langfristig einen Spielebildschirm ablösen konnte, hatte ich in Betracht gezogen – doch nachdem ich das Developer’s Kit 2 genauer betrachtet habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Denn: Das DK2 ist trotz des Kaufs von Oculus durch Facebook kein wirklicher Schritt nach vorne. Es verringert zwar die Motion Sickness, die weiterhin das größte Hindernis für Spieler auf dem Weg zu Virtual Reality ist, aber es hat auch viele Schwächen, die ein Erscheinen der Consumer Version im Jahr 2015 sehr unwahrscheinlich machen.

Zu diesen Schwächen zählt auf jeden Fall, dass die Auflösung noch immer zu niedrig ist, um den Spieler keine Klötzchen sehen zu lassen, weil die Pixeldichte einfach zu gering ist. Hinzu kommt, dass es zu vielen farblichen Verfärbungen kommt und der Blickwinkel enorm eingeschränkt ist. Es soll ja gerade die große Stärke von Virtual Reality sein, dass man von komplett von der fremden Welt umhüllt wird, aber genau das ist beim DK2 nicht der Fall, weil man ständig die schwarzen Ränder sieht, welche den Bildschirm begrenzen.

Das ist eine sehr schwer wiegende Einschränkung, denn es macht den eigentlich Sinn von Virtual Reality ein wenig fragwürdig. Außerdem gibt es bisher nur sehr wenig echten Support für die Entwickler – ein paar Games wie etwa Elite Dangerous sehen zwar schon wirklich umwerfend aus und hinterlassen einen guten Eindruck, doch insgesamt ist das Feedback und die Documentation von Oculus sehr dünn; es gibt keine echte Unterstützung von der Unreal Engine, von Unity und von allen anderen gängigen Middleware Engines.

Das sind natürlich Probleme, die sich über kurz oder lang beheben lassen, doch aufgrund der Stärke dieser Probleme und der kleinen Veränderungen zwischen DK1 und DK2 erscheint es mir unwahrscheinlich, dass es tatsächlich bis Mitte nächsten Jahres schon so weit sein könnte. Realistischer ist wohl, dass es erst im Jahr 2016 so weit ist und vorher vielleicht noch ein DK3 auf den Markt kommt – das hätte auch den Vorteil, dass bis dahin stärkere PC und Grafikkarten am Start sind, die eine Auflösung von 2x Full HD problemlos stemmen können.

Bis dahin allerdings ist ein Gaming Monitor weiterhin Pflicht…

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